Rundgang durch die Ausstellungen

Die Ausstellungen des Museums haben wir in fünf Bereiche aufgeteilt:
Erde (Mineralien, Kristalle, Gesteine),
Evolution (Ökologie, Baupläne der Tiere),
Erdgeschichte (Fossilien, Coburger Erdgeschichte),
Mensch (Primaten, Archäologie, Völkerkunde) und
 Miscellanea (Eiszeiten, Märbelmühle, Museumsgeschichte).

Im Eingangsbereich betreten wir in der Ausstellung "Erde" zuerst den Mineralien-Gang. Siebenhundert Kristalle und farbenprächtige Mineralienstufen aus aller Welt sind hier zu sehen, alle von ausgesuchter Qualität. Für Kinder ist die Mineralienhöhle eine besondere Attraktion. Es schließen sich die Räume Aufbau der Erde und Sedimentgesteine an, wo an interaktiven Modellen Phänomene wie Vulkanismus, Verwitterung oder Gebirgsbildung erklärt werden.

Von hier aus kommen wir über die Treppe zur "Tierwelt Mitteleuropas". In fünf Dioramen zeigen wir heimische Ökosysteme zu verschiedenen Jahreszeiten. Frühling:  Leben am Fischteich, Sommer: Wiese und Feldhecke mit Rehen und Füchsen sowie Kalkmagerrasen mit Schafen und Ziegen, Herbst: Buchen-/Tannenwald mit Hirschen und Winter: Fichtenforst mit Wildschweinen. Im Saal nebenan zeigt ein noch größeres Diorama die Lebewelt der kanadischen Rocky Mountains mit Bären, Pumas und Luchsen. Dazu kommen Vitrinen zur "Evolution der Säugetiere". Alle Dioramen sind Meisterleistungen der Tier- und Pflanzenpräparation.
Der "Vogelsaal" und "Die Vielfalt der Wirbellosen" sind noch im Aufbau und werden erst in einigen Jahren fertig sein.

Zurück im Erdgeschoss gehen wir in die "Erdgeschichte". Tausende von Fossilien zeugen von der drei Milliarden Jahre dauernden Geschichte des Lebens.
Die Coburger Erdgeschichte wird in einer gesonderten Abteilung dargestellt. Hier sollte man sich die 210 Millionen Jahre alten versteinerten Bäume aus der Coburger Keuper-Formation nicht entgehen lassen.

Über die Treppe gelangen wir auf die Galerie, wo die Lebewelt der letzten Eiszeit dargestellt wird.

Im Raum "Mensch" nebenan treffen wir zuerst auf eine Familie von Neandertalern, die an einem Lagerfeuer ihre Mahlzeit vorbereitet. Die Vitrinen entlang der Wand zeichnen den Weg der Evolution des Menschen von den Halbaffen zum modernen Menschen nach.
Die Ausstellungsschwerpunkte der Völkerkundeabteilung bilden Ozeanien (vor allem Papua-Neuguinea), Afrika und Sumatra.

Ein volkskundliches Objekt ist die Märbelmühle. Sie erinnert an ein vergessenes Gewerbe des Coburger und Süd-Thüringer Raumes, nämlich die Herstellung von Murmeln aus dem hier vorkommenden Muschelkalk-Gestein mit Hilfe von Wasserkraft und Mühlsteinen.

Zum Schluss besuchen wir den Herzogin-Auguste-Saal, in dem die Geschichte des Naturkunde-Museums von 1844 bis 1919 dargestellt wird. Unter den vielen historischen Vitrinen und Ausstellungsstücken ragen die vier Vogelvitrinen von Herzog Alfred heraus, die Königin Victoria von England von dem berühmten Präparator Henry Ward anfertigen ließ.

Neben diesen Dauerausstellungen zeigen wir jedes Jahr drei bis vier Sonderausstellungen, meist mit aktuellem Bezug.

Noch ein Tipp: Unser Museum ist zu groß und zu reichhaltig, um sich an einem Tag alles anzusehen. Sie haben nichts davon, wenn Sie einfach nur "durchlaufen". Schauen Sie sich einige Ausstellungen in Ruhe an, und kommen noch mal wieder. Wir würden uns sehr darüber freuen.
Mineralienhöhle
Mineralienhöhle
Fichtenwirtschaftswald
Winter-Diorama: Fichtenforst mit
Wildschweinen
Muschelkalkmeer
Coburger Erdgeschichte
NMC_Neandertalergruppe
Familie von Neandertalern
Historische Sammlung