Sonderausstellung

24. Mai 2009 bis 15. November 2009

Canis lupus - Der Wolf und seine Verwandten

Stammesgeschichte der Hundeartigen Raubtiere

Seit etwa 55 Millionen Jahren existiert die Familie der Caniden, entstanden in Nordamerika. Heute leben weltweit rund 36 Arten in allen Lebensräumen vom Tiefland bis zum Hochgebirge, von der Trockenwüste bis zur „Eiswüste“, vom Urwald bis zum Großstadtdschungel. Es gibt Alles-, Frucht-, Insekten- und Fleischfresser.

Kulturgeschichtlich tritt der Wolf auf der gesamten Nordhalbkugel in Erscheinung, in Mythologie, Astrologie und Literatur. Die engste Beziehung des Menschen zu den Caniden begann vor rund 15.000 Jahren mit der Domestikation des Grauwolfes zum Haushund. Seitdem nahm letzterer wie sein Stammvater Einzug in die Götter- und Geisteswelt der Menschen aber auch in das Alltagsleben als Nutz- und Schutztier.

Der Bestand der Caniden ist weltweit gefährdet durch direkte Ausrottung ebenso wie durch indirekt wirkende Faktoren (Lebensraumzerstörung, Inzucht, Hybridisierung). Mit der Ausrottung des Wolfes hat schon um 800 Karl der Große begonnen. Am effektivsten aber waren in Sachen Ausrottung die amerikanischen Viehzüchter, die zwischen 1870 und 1945 die Grauwölfe in den USA bis auf wenige Reste vernichteten. Vom Familienfrieden kann bei den Caniden nicht die Rede sein: Grauwölfe fressen Rotfüchse und Kojoten, die Kojoten die Rotfüchse und die Rotfüchse die Polarfüchse.

Presseartikel:
Donaukurier Ingolstadt vom 14.08.2009 
Gießener Allgemeine, Alsfelder Allgemeine und Wetterauer Zeitung vom 30.09.2009 

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Foto: Marcus Sonntag
Foto: Marcus Sonntag

Zum Gesamtbild der Ausstellung trugen wesentlich die Großbilder von Ariane Müller und Marcus Sonntag bei, zweier Tierfotografen aus Coburg. Neben schönen Einzelaufnahmen lieferten sie Bildfolgen zum Sozialleben des Grauwolfes.


Marcus Sonntag, Tier- und Naturfotograf

Geboren 1969 und aufgewachsen in Coburg.

Bereits im Alter von 9 Jahren bekam Marcus Sonntag seine erste Kamera. Schnell erfolgte der Umstieg von der Point-and-shoot-Kamera zu einer manuellen Spiegelreflex-Ausrüstung.

Durch seine Liebe zur Natur gelangte er bald über die verschiedenen Arten der Fotografie zur Tier- und Naturfotografie. Dieser hat er sich nach dem Studium der Betriebswirtschaft bis heute uneingeschränkt verschrieben.

Bei seinen Fotoreisen in schöne und abgelegene Winkel der Erde wie Nordamerika, Island, Australien oder die Wüsten Nordafrikas steht immer das Erlebnis in der Natur im Vordergrund. Durch Vorträge und Workshops versucht er, diese Eindrücke und das naturfotografische Wissen interessierten zu vermitteln. Mit seinen Naturbildern möchte er Naturverständnis wecken.

Der fotografischer Stil ist einfach erklärt: Seine Bilder sind durch einen aufgeräumten und klaren Bildaufbau charakterisiert. Die Devise „weniger ist mehr“ verfolgt er bis ins Detail. Marcus Sonntag ist ein Verfechter der „ehrlichen“ Fotografie. Digitale Manipulation lehnt er ab.

Marcus Sonntag ist Mitglied der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT) und Leiter der Regionalgruppe Nordbayern/Thüringen. Er hat erfolgreich an nationalen und internationalen Naturfotowettbewerben teilgenommen. Seine Bilder werden in Ausstellungen, Artikeln, Fine Art Prints und Kalendern publiziert.

Weitere Bilder und Kontaktmöglichkeiten finden Sie auf der Homepage:

www.marcussonntag.net


Ariane Müller, Tier- und Naturfotografin

Geboren 1969 in der Schweiz, aufgewachsen in einem Vorort von Mainz

Seit Kindesbeinen streift sie durch die Natur, um diese mit einer besonderen Begeisterung zu entdecken und zu beobachten. Daraus entstand eine intensive Beziehung zu Tieren und deren Verhaltensweisen.
Aus dieser Faszination entwickelte sich später ihr Bedürfnis, die einmaligen Augenblicke in der Natur mit der Kamera einzufangen und festzuhalten.
Der Naturfotografie verdankt sie viele unvergessene Erlebnisse, auf Ihren Fototouren durch Deutschland, Europa und Nordamerika.
Zu ihren fotografischen Schwerpunkten zählt alles was sich in seinem natürlichen Lebensraum bewegt sowie die Landschafts- und Makrofotografie. Ihre Motive versucht sie durch den Einfluss emotionaler Stimmungen im natürlichen Licht wieder zu geben.
Ariane Müller ist Mitglied des Vorstandes der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT). Sie hat erfolgreich an nationalen und internationalen Naturfotowettbewerben teilgenommen. Ihre Bilder werden in Ausstellungen, Fine Art Prints und Kalendern publiziert.
Weitere Bilder und Kontaktmöglichkeiten finden Sie auf der Homepage:
http://ariane-mueller.de

Canis lupus - Plakat
Plakat zur Ausstellung. Foto: Ariane Müller/Marcus Sonntag
Füchse
Zwei Rotfüchse vor den Ergebnissen des "Rotfuchs-Farming", Foto: NMC
Marderhund
Ein Neubürger in Mitteleuropa, der erste im Coburger Land erlegte Marderhund, Foto: NMC
Keramikhund
Südamerika/Mesoamerika Mexikanische Hundekeramik (Colima), Foto NMC
NMC_Hyaenenhund
Hyänenhund - ein zu unrecht verfolgter Bewohner der Savannen, Halbwüsten und Bergwälder Afrikas. Foto: NMC
Rotkäppchen und der Wolf. Foto: NMC
Marcus Sonntag
Marcus Sonntag
Ariane Mueller
Ariane Müller