Terminkalender

Spechte – Hör mal, wer da klopft!

Plakat Ausstellung "Spechte - Hör mal wer da klopft"

Wie keine andere Vogelfamilie stehen unsere Spechte für den Lebensraum Wald. Sie bauen Höhlen und erschließen Nahrungsquellen für eine Vielzahl von Tierarten. Sie sind deshalb ein Paradebeispiel für ökologische Zusammenhänge und Vernetzungen.

Spechte sind zu geistigen Hochleistungen fähig und extrem gut an ihr Leben am Baum angepasst.  Auffällig sind ihr Trommeln und ihre Rufe im Frühjahr und Herbst. Selbst geschaffene Schmieden als eine einfache Form des Werkzeuggebrauchs, Ringelspuren an Bäumen, die selbst gezimmerten Höhlen und die nahezu allgegenwärtigen Hackspuren zeugen von der Präsenz der Spechte in unseren Wäldern.

„Nachmieter“ nutzen verlassene oder vorübergehend nicht bewohnte Spechthöhlen als Unterschlupf, zur Aufzucht ihrer Jungen oder als Vorratskammer. In heimischen Wäldern sind etwa 60 zum Teil streng geschützte Arten auf diese Höhlen angewiesen. Da Spechte eine Schlüsselrolle im Ökosystem Wald spielen, sind alle einheimischen Spechte durch die Vogelschutzrichtlinie „besonders geschützt“– Schwarz-, Grau- und Mittelspecht gelten sogar als „streng geschützt“.

Die Sonderausstellung möchte mit ungewöhnlichen Bildern, verständlichen Texten und zahlreichen interaktiven Elementen sowohl die vielfältigen Zusammenhänge zwischen Wäldern und Spechten als auch die faszinierenden Überlebensstrategien der Spechtarten nahebringen und für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Lebensraum Wald werben.
Sie wurde vom Naturkunde-Museum Coburg gemeinsam mit dem Förster, Naturfotografen und Buchautor Norbert Wimmer aus Altenkunstadt konzipiert. Dank ihrer zahlreichen interaktiven Elemente wendet sie sich insbesondere an Familien.