Geowissenschaftliche Sammlungen

Die paläontologische Sammlung umfasst etwas 20.000 inventarisierte Fossilien, wobei die Zahl der Einzelstücke weitaus höher ist. Etwa die Hälfte der Fossilien stammt aus dem Jura, die meisten davon aus der Fränkischen Alb und der Schwäbischen Alb. Dann folgt die Trias (30%) mit Stücken aus der weiteren Umgebung von Coburg. Aus Thüringen kamen eine sehr gute Platte von Chirotherium barthi von Hildburghausen und eine reiche Sammlung mit Muschelkalk-Fossilien aus dem Thüringer Becken. Paläozoikum sowie Kreide-Paläogen-Neogen sind mit jeweils 10% nur untergeordnete Sammlungsteile.

Die Mineraliensammlung ist systematisch aufgebaut, und auch das Sammlungskonzept ist darauf ausgerichtet. Das heißt, dass nicht bestimmte Fundorte dokumentiert werden, sondern nur Mineralarten. In den letzten Jahren wurden nur hochwertige, attraktive Stufen für die Schausammlung angekauft. Im Magazin befinden sich etwa 1.000 verschiedene Minerale mit 17.000 Stufen, in der Ausstellung sind es 800 Stufen, davon 300 verschiedene.

Die Sammlung des Herzoglichen Naturalincabinets, die im hauptsächlich auf von Schauroth zurückgeht, enthält etwa 5.000 Stücke. Es ist etwas überraschend, dass davon nur 200 aus Thüringen stammen, aber die Mineralien-Sammlung hatte schon damals keine lokalen Schwerpunkte, sondern war rein systematisch angelegt. Immerhin stammen die Minerale von über 20 Fundstellen in Thüringen, die meisten aus dem Eisenerzlager und Mineralvorkommen von Saalfeld/Kamsdorf (100) und dem Manganerzrevier von Ilmenau (20). Zu erwähnen ist noch eine Kollektion aus dem Manganerzrevier von Friedrichroda und dem Lazulithquarzit von Schmiedefeld. Einige der Thüringer Minerale sind auch ausgestellt, darunter schöne Pyrolusite von Elgersburg, eine Azurit/Malachitstufe aus Kamsdorf und ein Hausmannit aus Öhrenstock.
Im 20. Jahrhundert kamen nur wenige Minerale aus Thüringen in die Sammlung. Zur Mineraliensammlung gehören auch die Meteorite. Das Museum besitzt 50 Eisen- und 80 Steinmeteorite sowie hunderte von Moldaviten und Chondriten.

Die Gesteinssammlung umfasst etwa 10.000 Handstücke bzw. Gesteinplatten und gliedert sich in drei Bereiche: eine systematische Gesteinssammlung, eine stratigraphische Sammlung und eine Werksteinsammlung (Gesteinsbibliothek).
Die systematische Sammlung umfasst etwas 5.000 Handstücke und enthält fast alle Arten von magmatischen, metamorphen und sedimentären Gesteinen. Früher war die Sammlung nach Sammlungsnummern sortiert, die Umgruppierung nach Gesteinarten ist noch nicht abgeschlossen.
Die stratigraphische Sammlung besteht aus einer kleinen Lehrsammlung mit typischen Gesteinen aus allen erdgeschichtlichen Systemen und aus einer wissenschaftlichen Sammlung von Trias und Jura. Fast alle geologischen Formationen Thüringens sind durch Handstücke belegt. Die meisten Stücke stammen von Saalfeld, Ilmenau oder Pösneck.
Eine Besonderheit ist die Werksteinsammlung oder Gesteinsbibliothek. Sie umfasst 1.500 polierte Gesteinsplatten im Format 25 x 25 cm und wird gelegentlich von Studenten für Architektur und Bauingenieurwesen genutzt.
.

Weitere Sammlungen

Auch zu erwähnen ist eine Sammlung von Abgüssen berühmter Fossilien, zum Beispiel von Solnhofen oder Monte Bolca. Für wissenschaftliche Zwecke stehen Abgüsse von Holotypen, hauptsächlich von Ammoniten, zur Verfügung.

Besonders bemerkenswert ist eine Kollektion von Rekonstruktionen prähistorischer Tiere, vor allem Dinosaurier. Die Gipsmodelle wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts unter Anleitung von Othenio Abel und Fritz König angefertigt.

Ebenfalls historischen Wert hat eine Kiste mit Hunderten von Kristallmodellen aus Messing.
Kompakatus
Kompakatus
Magazin
Magazin
Typusmaterial
Typusmaterial